… ich habe gestern meinen Beruf aufgegeben. (Brief 25)

Mein Blog ist umgezogen. Den Brief findet Ihr jetzt hier.

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4 Kommentare

  1. Interessant: „Immer wieder war es festzustellen, dass die Menschen, die heute in Deutschland ungern gesehen sind, ungeheuer belesen sind, der Kontrast ist ganz erstaunlich.“ Ist das die erste Anspielung auf die Nazizeit? (Ich muss zugeben, dass ich nicht alle Briefe ausführlich gelesen habe.)
    Und das Wort „staziös“ musste ich tatsächlich erst nachschlagen. Ich werde es meinem Wortschatz hinzufügen. „Euer Kind ist wirklich ganz staziös.“ Großartig.

    1. Ja, das ist die erste Anspielung und – soweit ich weiß – auch die einzige. Es ist wirklich erstaunlich, wie man das Geschehen um sich herum dermaßen ausblenden kann. „Staziös“ ist ja auch noch falsch geschrieben – sonderlich häufig gebraucht wurde es also sicher auch damals nicht.

  2. Hmm, ist ja die Frage, ob sie es wirklich ausgeblendet hat oder ob sie nur nicht gewagt hat, so etwas Briefen anzuvertrauen. Auch hier ist die Bemerkung ja eher verklausuliert, sodass sie einem flüchtigen Zensor möglicherweise durchgegangen wäre. Wobei ich nicht weiß, ab wann man in Deutschland davon ausgehen musste, dass Briefe mitgelesen wurden.
    Das z im staziös habe ich für eine Nebenschreibweise gehalten. Okay, merken: statiös, statiös, statiös.

    1. Das Thema Nazizeit wird in den Briefen nicht angesprochen, egal, in welcher Form. Ich finde das schon bemerkenswert. Klar hatten sie auch persönlichen Kontakt durch Besuche usw., aber es werden eben überhaupt nie irgendwelche Veränderungen in der Gesellschaft erwähnt. Nichts. Vielleicht liegt es daran, dass Leni eine Frau war und somit für politische Diskussionen „ungeeignet“.

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